
Die 312 Sitzplätze für die traditionelle Seniorensitzung waren schon frühzeitig vergriffen.
„Wir hätten dreimal so viele Karten verkaufen können“ sagte Nina Fischenich die auch in diesem Jahr wieder federführend für die Veranstaltung „Audienz am Hofe Sr. Tolität“ war. Die Bewirtung der Sitzung wurde in diesem Jahr von Mitgliedern der KG Erfttal übernommen, da dieser Verein 2026 die Tollität stellt. Unterstützt wurden sie dabei, wie in jedem Jahr, von den fleißigen Damen des Roten Kreuz.
Mit leichter Verspätung zog die diesjährige Prinzessin Colette I. in Begleitung der vier vaterstädtischen Vereine in die Marienschule ein. Einundzwanzig ehemalige Tollitäten ließen es sich nicht nehmen, den blauen Zylinder anzuziehen und sie mit auf die Bühne zu begleiten.
Nachdem FEuKa Präsident Stefan Guhlke die bunt verkleideten Senioreninnen und Senioren begrüßt hatte, wurde das letztjährige Prinzenpaar Jens I. und Simone in die Reihen der blauen Zylinderträger aufgenommen.
Bestens gelaunt stimmte Colette ihre närrischen Untertanen auf das kommende Programm ein. Danach übergab sie das Mikrofon an Sitzungspräsidenten Willi Gemünd, der wie schon in den vergangenen Jahren, mit viel Humor und großem karnevalistischen Know-how durch das Programm führte.
Timo Schwarzendahl als Eisbrecher und danach Mike Habeth hatten keine Mühe Stimmung ins Publikum zu bringen und die Senioren zum Schunkeln, Klatschen und Mitsingen zu bewegen.


Die jüngsten Formationen der vaterstädtischen Vereine zogen als bunte Schar in den Saal und füllten die Bühne. Jede Garde führte ihren neusten Tanz auf, wobei die jüngste Nachwuchskarnevalistin gerade mal 1 Jahr und 11 Monate alt ist. Zum Dank für die gelungene Darbietung erhielten alle den Ordenspin von Prinzessin Colette I und Schokolade.
Zum Abschluss der Sitzung brachte Marita Köllner alias“ et fussisch Julchen“ endgültig den Saal zum Beben. Mit altbekannten Liedern, die jeder mitsingen konnte, aber auch mit ihrem diesjährigen Polonaise Song. Spontan starteten einige Zuschauer eine Polonaise, bis sich ein bunter Lindwurm durch die Aula der Marienschule zog.
Aber nicht nur das karnevalistische Angebot zog die Senioren/innen in die Marienschule. „Hier trifft man noch mal die ganzen alten Euskirchener, mit denen wir früher immer gefeiert haben“ sagte eine Bewohnerin des Carpe Diem. „Die sieht man ja sonst kaum. So Gott will, kommen wir nächstes Jahr wieder.“